Modellprojekt soll Kreuzungen sicherer machen
Warum kommt es wohl am häufigsten zu Unfällen? Zu schnelles Fahren? Alkohol am Steuer? Nein, Hauptunfallursachen sind Fehler beim Abbiegen, also die Missachtung der Vorfahrt. Wenn diese Art von Unfällen glimpflich ausgeht, dann bleibt es vielleicht beim Blechschaden. Schlimmere Folgen hat es, wenn Radfahrer oder Fußgänger übersehen werden.
Am 25. Februar präsentierte Safespot ihr Modellprojekt „Sichere Kreuzung“. Safespot ist ein Zusammenschluss verschiedener Automobilhersteller und Forschungseinrichtungen mit dem Ziel durch Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug den Straßenverkehr sicherer zu machen. Mit dabei sind 51 Partner aus 13 europäischen Ländern.
Mittlerweile hat das Projekt auch schon sechs sogenannte Testfelder, unter anderem in Paris, Turin und Göteborg. Zur Freude von Bürgermeisterin Birgit Jörder, die das Grußwort sprach, jetzt auch in Dortmund. Genauer gesagt geht es um die Kreuzung Hamburger Straße / Gerichtsstraße im Stadtbezirk Innenstadt-Ost.
Worum geht es ? Mittels Laserscannern werden Fußgänger und Radfahrer erfasst und Fahrzeuge mittels GPS und Fahrzeugsensorik erkannt. Das System erfasst sämtliche Verkehrsteilnehmer, prognostiziert deren Bewegungen, leitet daraus potentiell gefährliche Situationen ab und warnt den Autofahrer rechtzeitig. So soll verhindert werden, dass der Linksabbieger entgegenkommende Autos übersieht oder Fußgänger, die über die Straße wollen.
Fahrzeuge, die dieses System nutzen möchte, brauchen natürlich ein Empfangsgerät. Wie teuer das wäre oder ob es möglicherweise in bereits vorhandene Navigationsgeräte integriert werden könnte, konnte heute noch nicht beantwortet werden.
Wer mehr über das Projekt wissen möchte, kann sich auf der englischsprachigen Seite von Safespot informieren: http://www.safespot-eu.org/
