Nach PCB-Schock: Stadt Dortmund baut Kataster auf
Die Stadt Dortmund möchte über die Datenbank künftig schneller über mögliche Gefahrenherde in Betrieben Bescheid wissen. (Foto: Rolf van Melis / pixelio.de)
Die PCB-Belastungen im Umfeld der Firma Envio haben bei der Stadt Dortmund die Fragen aufgeworfen, wie man in Zukunft in ähnlichen Situationen vorgehen kann und wo es noch mögliche Problemfälle geben könnte.
Daher hat der Verwaltungsvorstand beschlossen, eine Datenbank der immissionsschutzrechtlich genehmigten Betriebe innerhalb des Stadtgebietes aufzubauen und zu pflegen, von denen potentiell Gefahren für Mitarbeiter, Anwohner und Umwelt ausgehen können.
Diese Datenbank soll alle Informationen enthalten, die erforderlich sind, um vor möglichen Gefahren zu schützen. Dabei kann auf Informationen zurückgegriffen werden, die beim Land, der Bezirksregierung und der unteren Umweltschutzbehörde der Städte Bochum, Dortmund und Hagen vorliegen.
Die Stadt Dortmund ergreift gegenüber dem Land die politische Initiative, um sicherzustellen, dass in Zukunft alle Betriebe dieser Art nach einem System kontrolliert werden, das ihrem Risiko entspricht. Dieses Kontrollsystem soll durch unangemeldete und angemeldete Kontrollen sowie regelmäßige Proben Verstöße gegen immissionsschutzrechtliche Regeln und Auflagen so weit wie möglich verhindern.
Weiterhin setzt sich die Stadt Dortmund dafür ein, dass auch im Bereich des Arbeitsschutzes die Kontrollen unter Berücksichtigung der jeweiligen Risiken verbessert werden.
Zudem wird unter Federführung der Feuerwehr eine Kommunikations- und Kooperationsstruktur aufgebaut, die in komplexen Situationen mit vielen beteiligten Behörden wie in dem aktuellen Fall die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen optimiert.
(Foto: Rolf van Melis / pixelio.de)