Sommermatinee: Die „Appassionata“ in Wort und Ton
Hatten am Samstag noch die Freunde der elektronischen Musik den Westfalenpark beim Festival “Juicy Beats” unter Beschlag genommen, steht am Sonntag die klassische Musik im Mittelpunkt. Die dritte Sommermatinee dieses Jahres im Westfälischen Ballettzentrum/Westfalenpark am Sonntag, 1. August, 11 Uhr, wird eine musikalisch-literarische. Auf dem Programm stehen zwei der bekanntesten Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, die Klaviersonate Nr. 23 op. 57, die „Appassionata“ sowie die Sonate Nr. 32 op. 111 mit den berühmten „Arietta“-Variationen.
Solisten am Klavier sind die von Arnim-Schüler Dimitri Papadopoulos, Frankreich, und Chi Ho Han, Korea.
Der 25-jährige Papadopoulos wurde in den USA geboren. Er schloss sein Studium am Strassburger Konservatorium ab. Er ist Preisträger zahlreicher europäischer Wettbewerbe. Außerdem frönte er mit der Mathematik einem speziellen Hobby und hat bereits einen Bachelor in Mathematik erworben.
Der erst 18-jährige Koreaner Chi Ho Han gastiert in Dortmund bereits zum vierten Mal. Um ihn scharrt sich bereits eine kleine Fangemeinde. Er studiert seit 2008 an der Folkwang Hochschule. Den Höhepunkt seiner Karriere bildete im Juni 2009 der Erfolg beim 13. Internationalen Beethoven-Wettbewerb in Wien, als er unter 200 Teilnehmern den dritten Preis gewann.
Umrahmt werden die Klavierinterpretationen in der Matinee von zwei Lesungen. Sabine Huttel aus Heiligenhaus bei Düsseldorf schildert in ihrem ersten 2009 erschienenen und von der Kritik hochgelobten Roman „Mein Onkel Hubert“ Eindrücke bei einem Konzertbesuch, bei dem die „Appassionata“ im Mittelpunkt stand. Im zweiten Teil kommt Wendell Kretzschmar zu Wort, der in Thomas Manns Spätwerk „Dr. Faustus“ stotternd zwar, aber unvergleichlicher Eindringlichkeit sein Publikum mit dem „Geheimnis der Arietta“ fasziniert.
Der Eintritt beträgt 8 € pro Person.
